Fragen zu Forschungsthemen beantworten KI-Systeme längst ausführlich und mit Quellen. Für die Wissenschaftskommunikation von Instituten und Hochschulen stellt sich damit die Frage, über welche Wege die eigene Forschung in diese Antworten gelangt. Neben den Seiten der Einrichtungen selbst spielt dabei ein dichtes Netz an Drittquellen eine zentrale Rolle.
Dieser Artikel richtet sich an Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Teams in der Wissenschaftskommunikation. Er zeigt, über welche Quellen Forschung in KI-Antworten vermittelt wird, wie sich Google und ChatGPT dabei unterscheiden und welche Rolle Normen und Regelwerke spielen. Am Ende ist klar, wie eigene Ergebnisse aufbereitet sein sollten, damit sie als Quelle erscheinen. Wer neu im Thema ist, findet die Grundlagen im Artikel Was ist Generative Engine Optimization?.
Was ist das Wichtigste auf einen Blick?
- Bundesportale erscheinen in rund 15 Prozent der Antworten, einzelne Fachverbände in rund 10 Prozent.
- Fachverbände werden pro Abruf mehrfach zitiert.
- Googles AI Overviews nutzen die Breite der Quellen stärker als ChatGPT und ergänzen Videos und Hochschulseiten.
- Regelwerke und Normungsgremien sind bei Fragen zu Standards der bevorzugte Beleg.
Warum verstärken Fachverbände und Bundesportale die Sichtbarkeit?
Bundesportale und Fachverbände werden mit 1,3 bis 1,7 Zitaten je Abruf stark gewichtet. Eine Zusammenfassung von Projektergebnissen im Verbandsmagazin oder auf einem Förderportal mit Verweis auf die Originalquelle wirkt damit wie ein Verstärker für die eigene Forschung. Im Sinne der CCCER-Methode ist das klassisches Reinforcement.
Wie unterscheiden sich Google und ChatGPT bei Forschungsthemen?
Googles AI Overviews ziehen deutlich mehr unterschiedliche Quellen heran und ergänzen sie um Videos und Hochschulseiten. Kurze Erklärvideos zu Forschungsergebnissen mit Kapiteln und Transkript erhöhen damit gezielt die Sichtbarkeit in Googles KI.
Wie lassen sich Normen und Regelwerke einordnen?
Regelwerke, Normungsstellen und Rechtsquellen erscheinen selten, werden dann aber besonders dicht zitiert. Erklärseiten, die relevante Standards verlinken und einordnen, was sie für Praxis und Forschung bedeuten, greifen genau diese bevorzugten Quellen auf.
Was ist jetzt zu tun?
- Projektergebnisse aktiv über Fachverbände, Verbandsmagazine und Förderportale veröffentlichen.
- Jede Zusammenfassung mit einem Verweis auf die Originalquelle versehen.
- Zu zentralen Ergebnissen kurze Erklärvideos mit Transkript produzieren.
- Personen, Projekte und Institute mit strukturierten Daten eindeutig auszeichnen.
Häufige Fragen
Wie gelangt Forschung in KI-Antworten?
Über die Seiten der Einrichtung selbst und vor allem über Drittquellen wie Bundesportale, Fachverbände und Normungsgremien, die von KI-Systemen stark gewichtet werden.
Was bedeutet GEO für die Wissenschaftskommunikation?
GEO ergänzt die Wissenschaftskommunikation um die Frage, welche Quellen KI-Systeme heranziehen. Daraus folgen konkrete Maßnahmen, etwa Veröffentlichungen über Fachverbände, klare Zusammenfassungen und Videos.
Fazit: Was heißt das jetzt?
Forschung wird in KI-Antworten oft über Dritte vermittelt: Bundesportale, Fachverbände und Normungsgremien. Für Institute heißt das, in diesen Quellen präsent zu sein und eigene Ergebnisse so aufzubereiten, dass sie zitierfähig sind. Weil Google und ChatGPT unterschiedlich gewichten, lohnt der getrennte Blick je Engine.
Vom Branchenmuster zur eigenen GEO-Strategie KI-Systeme wählen Quellen branchenübergreifend, je Branche, je Engine und für jedes Unternehmen einzeln. Der Branchenradar zeigt die Richtung; welche Hebel für ein bestimmtes Unternehmen zählen, zeigt das Audit.Was heißt das für ein einzelnes Unternehmen?