Einkäuferinnen und Einkäufer nutzen KI-Assistenten, um Bezugsquellen zu finden und Lieferanten zu vergleichen. Im B2B-Großhandel und Fachhandel entscheidet sich damit früh, welcher Anbieter in die engere Wahl kommt. Die Auswertung zeigt, dass die Antworten von wenigen Quellentypen geprägt werden und dass die Engines sie sehr unterschiedlich verwerten.
Dieser Artikel richtet sich an Groß- und Fachhändler im B2B sowie ihre Marketing- und E-Commerce-Teams. Er zeigt, welche Quellen KI-Systeme bei Einkaufsfragen heranziehen, warum ChatGPT viel liest und Google häufiger zitiert und wie Kategorieseiten aufgebaut sein sollten. Nach der Lektüre lässt sich einschätzen, wo Shop, Verzeichnisse und Messepräsenz den größten Unterschied machen. Die Grundlagen zu GEO erklärt der Artikel Was ist Generative Engine Optimization?.
Was ist das Wichtigste auf einen Blick?
- Händlershops, B2B-Lieferantenverzeichnisse und Messe-Websites prägen die Antworten.
- Die eigene Händlerwebsite erscheint nur in rund fünf Prozent der Antworten.
- ChatGPT liest Verzeichnisse oft, zitiert sie aber selten. Googles KI zitiert fast alles, was sie abruft.
- Kategorieseiten mit klaren Einsatzbereichen und Zielgruppen sind ein wichtiger Hebel.
Welche Rolle spielen Händlershops, Verzeichnisse und Messen?
Der stärkste Händlershop einer Auswertung erscheint in rund 20 Prozent der Antworten, Messe-Website und B2B-Verzeichnis in rund zehn bis zwölf Prozent. Herstellerseiten werden ergänzend herangezogen. Vollständige Einträge in den großen Lieferantenverzeichnissen und die Präsenz als Aussteller auf Messeseiten sind deshalb Grundvoraussetzungen.
Warum liest ChatGPT und Google zitiert?
Ein großes B2B-Verzeichnis wurde in ChatGPT in rund zehn Prozent der Antworten gelesen und kein einziges Mal zitiert. In Googles AI Overviews wurde es in rund 17 Prozent abgerufen und in rund 13 Prozent zitiert. Händlershops kommen in Gemini auf bis zu vier Zitate je Abruf. Wer nur auf ChatGPT schaut, unterschätzt den Wert solcher Einträge. Für ChatGPT braucht es zusätzlich zitierfähige Inhalte auf der eigenen Website.
Wie sollten Kategorieseiten aufgebaut sein?
Führende Händlershops benennen auf ihren Kategorieseiten klar, für welche Einsatzbereiche und Zielgruppen ein Sortiment gedacht ist. Genau diese Angaben übernehmen KI-Systeme in ihre Empfehlungen. Eigene Kategorieseiten sollten mindestens genauso präzise sein.
Was ist jetzt zu tun?
- Einträge in den großen B2B-Lieferantenverzeichnissen mit vollständigem Sortiment pflegen.
- Als Aussteller auf relevanten Messeseiten sichtbar sein.
- Kategorieseiten um Einsatzbereiche, Zielgruppen und technische Kriterien ergänzen.
- Erfolg von Verzeichnis-Einträgen je Engine getrennt messen.
Häufige Fragen
Welche Quellen nutzen KI-Systeme bei B2B-Einkaufsfragen?
Vor allem Onlineshops anderer Fachhändler, B2B-Lieferantenverzeichnisse, Messe-Websites und ergänzend Herstellerseiten.
Warum zitiert ChatGPT Lieferantenverzeichnisse so selten?
ChatGPT liest viele Seiten zur Recherche, nennt aber nur einen kleinen Teil davon als Quelle. Googles KI zitiert abgerufene Verzeichnisse dagegen nahezu immer.
Fazit: Was heißt das jetzt?
Im B2B-Handel entscheiden Händlershops, Lieferantenverzeichnisse und Messe-Websites über die Nennung in KI-Antworten. ChatGPT liest viel und zitiert wenig, Google zitiert häufiger. Wer Kategorieseiten so aufbaut wie die führenden Shops und in den wichtigen Verzeichnissen gepflegt vertreten ist, verbessert die Sichtbarkeit bei beiden.
Vom Branchenmuster zur eigenen GEO-Strategie KI-Systeme wählen Quellen branchenübergreifend, je Branche, je Engine und für jedes Unternehmen einzeln. Der Branchenradar zeigt die Richtung; welche Hebel für ein bestimmtes Unternehmen zählen, zeigt das Audit.Was heißt das für ein einzelnes Unternehmen?